Projektbeschreibung
Artikelübersicht
Motivation
- Gesetzeslage
- Generationenüberalterung
- älter werden und sterben - Themen der Zukunft
- SchülerInnen sensibilisieren für Hospiz als Gegenargument zu Sterben auf Verlangen
Ziele
- Enttabuisierung von Sterben und Tod
- Sicherung des Generationenvertrages nicht durch Pensionssicherung allein, sondern durch die Verpflichtung fürs Helfen
- Solidargemeinschaft der Generationen stärken
- dem Separatismus der Generationen soll entgegen gewirkt werden
- Projekt als außerschulisches Angebot zum Unterricht für Ethik und Religion und fächerübergreifend
- als Teil der Bemühung europäische Leitwerte der Menschenrechte und Menschenwürde zu vermitteln
- Investition in die eigene Zukunft
Spezielle Ziele
- Begegnung mit HospizmitarbeiterInnen in der Schule
- Lehrausgänge in Hospizeinrichtungen, LKH, Altersheime
Projektprinzipien
- Lebensnähe, Anschaulichkeit
- Inhalte immer individuell an den Wissensstand und die Bedürfnisse der SchülerInnen angepasst
Ressourcen
- Schulprojekt - positive Perform für die Schule
- Know-how des Vereines nutzen
Kinder und Jugendliche werden häufiger mit Tod, Sterben und Trauer konfrontiert als uns Erwachsenen lieb ist - in der Familie (Großeltern, Eltern, Geschwister), im Freundeskreis (durch Unfälle, unheilbare Krankheiten, Suizide, Drogen etc., in besonders aggressiver und dadurch auch blockierender Form durch die Berichterstattung in den Medien). Da wir immer in der Annahme sind, unsere Kinder vor diesem Teil des Lebens abschotten zu müssen, um ihnen „Leid“ zu ersparen, nehmen wir ihnen die Chance, zu lernen, mit dieser Lebenssituation umzugehen. Durch das Hospiz-Projekt „Jugendliche begegnen dem Tod“ sollen SchülerInnen aller Altersgruppen lernen, den Tod als Teil des Lebens zu verstehen und anzunehmen. Sie bekommen eine angstfreiere, positivere Einstellung zum Tod. Außerdem lernen sie die Möglichkeit kennen, mit den auftretenden Problemen besser umzugehen.
„Katastrophe“ als Chance?
Gerade bei Todesfällen im Freundeskreis sollen Kinder und Jugendliche durch dieses Projekt angeregt werden, über das eigene Leben nachzudenken, das Leben genussvoll zu leben, aber nicht an die Grenze bzw. über die Grenzen zu gehen.
Wie gehe ich mit Schwerkranken oder Sterbenden in der Familie um?
Ausgehend von der auf Cicely Saunders basierenden Hospizidee, die zum Inhalt hat, Schwerkranke, Sterbende und Trauernde in ihren Wünschen, Sorgen, Ängsten und Bedürfnissen nicht allein zu lassen, sie nicht zu „therapieren“, sondern ernst zu nehmen, soll den Jugendlichen vermittelt werden, wie damit umzugehen ist.
Generationenvertrag
Die Sicherung des Generationenvertrages kann nicht durch Pensionssicherung allein erfolgen, sondern muss zwingend auch die Verpflichtung für das Helfen und die Unterstützung der Schwächsten in unserer Gesellschaft enthalten. Durch das Verständnis füreinander soll dem Separatismus der Generationen entgegen gewirkt werden.
Investition in die eigene Zukunft
Wenn wir gelernt haben, mit alten, kranken, sterbenden und trauernden Menschen liebevoll, mit Respekt und deren Würde bewahrend umzugehen, werden wir diese Haltung, die uns auch persönlich bereichert, nicht nur an unsere Kinder und Kindeskinder weitergeben, sondern vielleicht auch notwendige Einstellungsänderungen in der Gesellschaft und bei politischen Verantwortungsträgern bewirken.











